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Deutsch-namibische Entwicklungszusammenarbeit unterstützt Programm zum Straßenbau in Nord-Namibia

09.11.2017 - Artikel

Das Projekt sieht vor, in den kommenden zwei Jahren in der Region Omusati und Ohangwena 34 flutsichere Zufahrtsstraßen mit einer Gesamtlänge von 128 km zu bauen.

Minister Alpheus G. !Naruseb, Minister für Arbeit und Verkehr und der Vorsitzenden des Regionalrates von Omusati, Herr Modestus Amutse, sowie Stella Seibert-Palascino, Referentin für Entwicklungszusammenarbeit der Botschaft der Bundesrepublik Deutschland in Windhuk und Herr Conrad Lutombi, Hauptgeschäftsführer der Straßenbehörde von Namibia, legten gestern offiziell den Grundstein für ein neues Projekt zur „Anpassung der Straßen im Norden Namibias an den Klimawandel (Hochwasserschutz); ein Projekt, das von der Republik Namibia und der Bundesrepublik Deutschland gemeinsam finanziert wird.

Zugangsstraßen zu Kliniken und Schulen 
Programme zu Klimaveränderung - Zugangsstraßen zu Kliniken und Schulen  im Norden Namibias© KfW

Das Projekt sieht vor, in den kommenden zwei Jahren in der Region Omusati und Ohangwena 34 flutsichere Zufahrtsstraßen mit einer Gesamtlänge von 128 km zu bauen.

Zufahrtsstraßen vor Überschwemmung schützen

Das Programm ist in 2 Phasen unterteilt. Während der Phase 1 werden insgesamt 23 Zufahrtsstraßen mit einer Gesamtlänge von 98 km gebaut, allesamt in der besonders überschwemmungsgefährdeten Omusatiregion. Die Arbeiten werden einfache Sandwege, die zu öffentlichen Einrichtungen führen, verbessern. Während der Regenzeit stehen diese Sandwege teilweise oder vollständig unter Wasser und sind daher schwierig oder gar nicht passierbar. Der Ansatz besteht darin, die Straßen zu verbreitern und sie um 30-50 cm zu erhöhen. Darüber hinaus werden auf allen Zufahrtsstraßen ausreichende Entwässerungsstrukturen installiert, um Nachhaltigkeit und Langlebigkeit zu gewährleisten.

„Besserer Zugang zu Kliniken kann Leben retten“

Die Arbeiten in Omusati verbessern somit den Zugang zu 7 Kliniken, die jährlich etwa 75.000 Patienten bekommen, aber auch den Zugang zu 18 Schulen, die etwa 400 Lehrer beschäftigen und 9.000 Schüler haben, sagte Stella Seibert-Palascino: „Es ist erwiesen, dass es negative Auswirkungen auf alle Lernenden und auch auf die Fortsetzung der Ausbildung hat, wenn Lehrer ihre Schule nicht erreichen.  Auch bedarf keiner weiteren Erklärung, dass in manchen Fällen ein besserer Zugang zu Kliniken in der Regenzeit einen Leben retten kann.“

Minister !Naruseb betonte, dass die 23 Zufahrtsstraßen von 6 verschiedenen Auftragnehmern gebaut werden. Alle 6 Auftragnehmer sind so genannte „Emerging Contractors“, was bedeutet, dass sie namibische SME (Small and Medium Enterprise) -Auftragsnehmer sind, die im Laufe der Jahre auf die Ebene eines „Emerging Contractor“ aufgestiegen sind.„

„Insofern sprechen wir nicht nur über Straßen, sondern wir befassen uns mit anderen Themen in diesem Programm: wirtschaftliche Entwicklung durch kleine und aufstrebende Unternehmen, sozialer Fortschritt und - nicht zuletzt - die Bildung der zukünftigen Generation Namibias“, so die Schlussfolgerung beider Seiten.

8,8 Millionen Euro durch die KfW finanziert

Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf ca. 12,4 Millionen EUR, circa 200 Millionen NAD (Namibische Dollar); davon werden 8,8 Millionen EUR (derzeit rund 140 Millionen NAD) durch eine Förderung der KfW finanziert. Die namibische Regierung wird 3,6 Millionen EUR oder derzeit rund 60 Millionen NAD für das Projekt bereitstellen

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