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Afrika im Fokus der deutschen Industrie

24.01.2018 - Artikel

Ruanda könnte - aufgrund seiner politischen Stabilität und seiner Null-Toleranz für Korruption - ein Musterbeispiel für deutsche Industrieinvestitionen in Anfrika werden.

Volkswagen ist in der Endphase, seine Präsenz auf dem afrikanischen Kontinent mit einer neuen Produktionsstätte in Kombination mit einer integrierten Volkswagen Mobilmobilitätskonzept (Carsharing) zu erweitern. Dies ist eine Premiere für die Volkswagengruppe in Afrika, unter der Schirmherrschaft der Volkswagen Group South Africa (VWSA).

Bild zeigt Fabrik Produktionslinie mit zwei Menschen und einer Autokarosserie im Vordergrund und hinten weiter weitere Autokarosserien
VW Produktionslinie© dpa

Ruanda: Stabilität und Null-Toleranz bei Korruption

Volkswagen betont, dass sie Ruanda für dieses neue Projekt ausgewählt haben, weil Ruanda nicht nur die notwendige politische Stabilität, sondern auch die Null-Toleranz für Korruption bietet. Volkswagen misst auch der Tatsache große Bedeutung bei, dass Ruanda führend für Innovation und Technologie, einschließlich Informationstechnologie ist, und eine junge und technisch versierte Bevölkerung hat. Darüber hinaus ist Ruanda eine dynamische Volkswirtschaft, die eine jährliche Wachstumsrate von etwa 7 Prozent erzielt.

Bis zu tausend neue Arbeitsplätze

Volkswagen wird eine Fahrzeugmontageanlage sowie eine Vertriebs- und Servicestruktur mit einem Trainingscenter in Kombination mit der neuen Mobilmobilitätskonzept aufbauen. Der Geschäftsplan geht davon aus, dass in Kigali in der ersten Phase zwischen 500 und 1000 Menschen beschäftigt werden.

Die Produktionsstätte wird eine anfängliche jährliche Kapazität von bis zu 5000 Einheiten haben, wobei 2018 das Startjahr sein wird. Zum Produktportfolio von Volkswagen in Kigali gehören der Schrägheck-Polo, der Passat, eine Limousine und möglicherweise der große Geländewagen Teramont.

Technologietransfer erleichtern

Im Einklang mit dem Engagement von Volkswagen in Ruanda und der Ausbildung von Menschen vor Ort will das Unternehmen auch mit anderen deutschen und ruandischen Unternehmen eine lokale technische Akademie gründen, um den Technologie- und Kompetenztransfer zu erleichtern. VW wird somit einen wesentlichen Beitrag zu  ausländischen Direktinvestitionen sowie zum Technologietransfer, zur Schaffung von Arbeitsplätzen und zur Entwicklung von Qualifikationen in Ruanda leisten.

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