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Bundestagsabgeordneter Ottmar von Holtz besucht Namibia

Auf dem Bild sieht man den Bundestagsabgeordneten Ottmar von Holtz in einer Gruppe von Vertreterinnen und Vertretern des Okakarara Town Councils. Sie stehen nebeinander und blicken in die Kamera.

Ottmar von Holtz mit Mitgliedern des Okakarara Town Council, © Deutsche Botschaft Windhuk

12.02.2019 - Pressemitteilung

Der einzige deutsch-namibische Abgeordnete des Deutschen Bundestags Ottmar von Holtz besuchte vom 03. bis 08. Februar 2019 Namibia. Als Vertreter der Partei Bündnis 90/ Die Grünen hat von Holtz seit 2017 einen Sitz im deutschen Parlament und ist u.a. Mitglied im Ausschuss für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Ottmar von Holtz ist in Gobabis geboren und in Windhuk aufgewachsen. Mit Blick auf Namibia interessiert er sich besonders für das Thema nachhaltige und gerechte Entwicklung  und die Aufarbeitung der gemeinsamen Vergangenheit.

Während seines Besuchs konnte sich von Holtz ein Bild über drängende Zukunftsfragen machen, wie z.B. Verstädterung oder die Auswirkungen von Klimawandel auf die landwirtschaftliche Produktion und nachhaltige Entwicklung auf dem Lande. Zum Thema urbane Landreform traf von Holtz mit Vertreterinnen und Vertretern der Stadt Windhuk, der NRO Development Workshop und der Shack Dwellers Federation zusammen und besuchte informelle Siedlungen in Katatura.  Im Gespräch mit Vertretern der National Agricultural Union konnte er sich u.a. über den Stand der kommerziellen Landreform informieren. Darüber hinaus bekam der Abgeordnete bei einem Austausch mit verschiedenen Umweltorganisationen einen guten Einblick über den Stand und die Herausforderungen, die es bei der nachhaltigen Nutzung natürlicher Ressourcen und der Beteiligung der lokalen Gemeinden (conservancies) an den Einnahmen aus den wirtschaftlichen Aktivitäten gibt.

Dialog zur Aufarbeitung der gemeinsamen Vergangenheit

Weiterhin informierte sich von Holtz über die namibische Sicht auf den Dialog über einen gemeinsamen Umgang mit der schmerzvollen Geschichte der Kolonialzeit. Er führte dazu Gespräche mit dem namibischen Sonderbeauftragten Dr. Zed Ngavirue, Vertretern verschiedener Herero- und Nama-Verbände und Traditional Authorities sowie deutschsprachigen Namibierinnen und Namibiern. In Okakarara verschaffte er sich im Gespräch mit dem Town Council einen Einblick über die Lebensbedingungen vor Ort und besuchte auch die von deutschen Spendern unterstützte Kinder- und Jugendeinrichtung „Steps for Children“. Die Sichtweisen junger Menschen zum Thema rundeten den gewonnenen Eindruck ab, als von Holtz in der Namibia-Wissenschaftlichen-Gesellschaft mit Jugendlichen aus allen Bevölkerungsgruppen zusammentraf.

Vertiefung der Parlamentszusammenarbeit

Mit Parlamentspräsident Prof. Peter Katjavivi tauschte sich von Holtz über die Rolle der Parlamente bei Schritten zur Versöhnung zwischen Deutschen und Namibiern aus. Mit einer Delegation des namibischen Parlaments wird Prof. Katjavivi auf Einladung des Bundestags kommende Woche nach Deutschland reisen, um über eine engere Zusammenarbeit zwischen den beiden Parlamenten und ihren Verwaltungen zu sprechen.

Als Vorsitzender des parlamentarischen Unterausschusses Zivile Krisenprävention, Konfliktbearbeitung und vernetztes Handeln richtete von Holtz sein Interesse außerdem auf zivilgesellschaftliche Akteure in Namibia. So besichtigte er die „Basketball Artist School“ und sprach mit Vertretern des Institute for Public Policy Research und des Legal Assistance Center sowie dem Leiter des Goethe-Instituts Namibia, Daniel Stoevesandt.

 

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