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Die Deutsche Botschaft unterstützt den Bau von Solarwasserpumpen in der Region Hardap

Die Deutsche Botschaft unterstützt den Bau von Solarwasserpumpen in der Region Hardap ​​​​​​​

Guido von Wietersheim und Mitglieder seines Teams, © Common Waters

31.05.2023 - Pressemitteilung

Das Projekt „Wasser für Hardap“, durchgeführt von der Maltahöhe CommonWaters Organisation, wird mit 25.000 Euro aus dem Mikroprojektfonds der Deutschen Botschaft gefördert. Die Organisation wird das Geld für die Sanierung von sechs bereits bestehenden Bohrlöchern im Gebiet Maltahöhe in der Hardap-Region einsetzen.

Im traditionellen Nama-Gebiet im Süden des Landes gibt es 453 Brunnen, von denen 300 in den nächsten zehn Jahren saniert werden müssen. Die Brunnen sind für die umliegenden Dörfer von wesentlicher Bedeutung. Geht eine Pumpe kaputt oder ist kein Treibstoff für den Diesel-Generator mehr vorhanden, muss das Wasser von weit her transportiert werden. Einige Familien sind gezwungen, in andere Siedlungen umzuziehen. Es fehlen finanzielle Mittel, um die Wasserversorgung in den betroffenen Gebieten dauerhaft sicherzustellen, und es mangelt an Know-how für die Reparatur der Systeme.

Die Sanierung hat nicht nur zum Ziel die Wasserversorgung wieder sicher zu stellen, sondern soll auch den heimischen Gemüseanbau und die Tierhaltung fördern, um eine grundsätzliche Ernährung zu sichern und ein kleines Einkommen für die Anwohner zu generieren. Um die Langfristigkeit des Projektes sicherzustellen, werden sogenannte „water point committees“ gegründet. Diese sind dafür zuständig sich langfristig um die Wasserposten zu kümmern und den Anwohnern das Wissen um die Instandhaltung der Bohrlöcher weiterzugeben. Über den ‘water cent’, eine kleine Abgabe der Nutzer der Wasserpumpe, wird Geld gesammelt, dass später für kleinere Reperaturen genutzt werden kann.

„Die bisherigen Erfahrungen zeigen, dass die Verantwortung, dass der Wasserversorgung nichts geschehen darf, von den Anwohnern verantwortlich gelebt wird. Wir erleben außerdem, dass die soziale Zusammengehörigkeit wächst“, erzählt Guido von Wietersheim, einer der Gründer der Initiative. Die Organisation hatte im letzten Jahr mit der Unterstützung der deutschen Botschaft bereits 13 Wasserpumpen saniert.

Projektpartner:

Die Maltahöhe CommonWater Organisation wurde in 2021 gegründet und hat es sich als Ziel gesetzt, die Wassernot im traditionellen Namaland im Süden Namibias zu bekämpfen. Als Förderverein und Partner in der Projektentwicklung wurde dazu zunächst in Deutschland die gemeinnützige Organisation CommonWaters e.V. ins Leben gerufen. Von den sieben Gründungsmitgliedern der NGO stammen sechs aus der Projektregion und sind dementsprechen gut in der Gemeinschaft verwurzelt. Langfristig will die Organisation die Wasserversorgung im Namaland grundsanieren und beispielsweise auch Regenauffangbecken für die Tierversorgung zu reparieren

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