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Internationales Parlaments-Stipendium des Deutschen Bundestages: Jetzt für das IPS 2027 bewerben!

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des IPS Afrika 2026 zusammen mit der Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages, Andrea Lindholz, und Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Referats Internationale Austauschprogramme

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des IPS Afrika 2026 zusammen mit der Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages, Andrea Lindholz, und Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Referats Internationale Austauschprogramme © © DBT/Stella von Saldern

26.03.2026 - Artikel

Parlamentarische Demokratie in Deutschland erleben!

Internationales Parlamentsstipendium 2027:

Der Deutsche Bundestag lädt politisch und gesellschaftlich engagierte junge Hochschulabsolventinnen und Hochschulabsolventen aus dem südlichen Afrika (Botsuana, Namibia, Südafrika), Ostafrika (Kenia, Tansania und Uganda) sowie Westafrika (Ghana, Nigeria und Senegal) im Januar zu einem Stipendienprogramm nach Berlin ein.

Die Idee

Seit 2020 bietet der Deutsche Bundestag ein Stipendienprogramm für talentierte und politisch interessierte junge Hochschulabsolventinnen und Hochschulabsolventen aus Afrika südlich der Sahara an, die Interesse am deutschen parlamentarischen System haben und sich in ihren Heimatländern aktiv für demokratische Grundwerte einsetzen.

In einem vierwöchigen Kompaktprogramm können bis zu 24 Stipendiatinnen und Stipendiaten das deutsche parlamentarische System und politische Entscheidungsprozesse im Deutschen Bundestag aus nächster Nähe kennenlernen.

Wichtige Information: Namibische Interessenten können sich auch auf das 5-Monatige Stipendium IPS Global des Bundestags bewerben: https://www.bundestag.de/europa_internationales/ips/programm/programm-inhalt-245066. Der Bewerbungszeitraum ist für beide Stipendien identisch und Sie können sich gleichzeitig für beide Programme bewerben. In diesem Fall wenden Sie sich bitte wie beschrieben an die Botschaft.

Das Programm

Das Programm findet vom 4. Januar bis 2. Februar 2027 statt.

Kernstück des Programms ist eine einwöchige Hospitation im Büro eines Mitglieds des Deutschen Bundestages.

Dazu wird in einer kompakten Vorbereitung Wissen zur parlamentarischen Demokratie sowie Arbeitsweise und Funktion des Parlamentes vermittelt. Darüber hinaus werden die Themen Plurale Gesellschaft, Minderheitenschutz und Erinnerungskultur als politischer Auftrag angesprochen. Es finden eine Reihe von Workshops zu unterschiedlichen Themen statt, u. a. Korruption und interkulturelles Training. Ein Workshop zu Projektmanagement soll helfen, eigene Projektideen mit dem Ziel der Förderung von Demokratie und Zivilgesellschaft in den jeweiligen Herkunftsländern zu entwickeln.

Das Stipendium

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhalten ein Stipendium in Höhe von 700 Euro. Das Stipendium beinhaltet auch die kostenlose Unterbringung in einer Wohnanlage, die Übernahme der Reisekosten nach und von Berlin sowie die Übernahme der Kosten für eine Kranken-, Unfall- und Haftpflichtversicherung.

Die Auswahl

Das Stipendienprogramm richtet sich an hochqualifizierte, weltoffene, politisch interessierte junge Menschen aus Botsuana, Ghana, Kenia, Namibia, Nigeria, Senegal, Südafrika, Tansania und Uganda, die eine aktive und verantwortungsvolle Rolle bei der Gestaltung der demokratischen Zukunft ihrer Länder übernehmen wollen.

Die Bewerber werden zu einem Auswahlgespräch in eine deutsche Auslandsvertretung eingeladen, wo eine vom Deutschen Bundestag eingesetzte unabhängige Auswahlkommission die Stipendiatinnen und Stipendiaten nach fachlichen, sozialen, sprachlichen und interkulturellen Kompetenzen auswählt.

Die Zulassungsvoraussetzungen

  • Staatsangehörigkeit eines teilnehmenden Landes (doppelte Staatsbürgerschaft ist möglich)
  • jünger als 30 Jahre zum Beginn des Stipendiums am 1. Januar 2027
  • abgeschlossenes Hochschulstudium
  • gute Kenntnisse der deutschen Sprache (mindestens Stufe B2 des Gemeinsamen europäischen Referenzrahmens für Sprachen)
  • ausgeprägtes Interesse an politischen Zusammenhängen sowie gesellschaftliches/politisches Engagement

Wie bewirbt man sich?

Nur mit folgenden Unterlagen ist Ihre Bewerbung vollständig:

  • Daten zur Person, zum Lebenslauf, zum Werdegang und zum politischen und/oder ehrenamtlichen Engagement wie in der Bewerbungsmaske abgefragt
  • Passfoto (bitte im Bewerbungsbogen auf der 1. Seite einfügen);
  • Nachweis guter deutscher Sprachkenntnisse, nachweisbar durch ein Zertifikat oder durch ein ausgefülltes Sprachzeugnis, abrufbar unter https://www.bundestag.de/resource/blob/189512/sprachkenntnisse.pdf
  • Motivationsschreiben in deutscher Sprache handschriftlich unterschrieben;
  • Kopie des Reisepasses oder ID;
  • Studienabschlusszeugnis der Hochschule (im Original oder als amtlich beglaubigte Kopie in englischer oder deutscher Sprache)
  • ein aktuelles Empfehlungsschreiben in deutscher oder englischer Sprache (von einem/r Hochschullehrer/in bzw. vom Arbeitgeber, in dem die fachliche Qualifikation für das Programm beurteilt wird)

Bitte reichen Sie Ihre Bewerbung über die digitale Bewerbungsplattform unter https://bewerbung.ipsdigital.bundestag.de/ ein.

Bewerbungsschluss für alle Regionen: 15. Mai 2026

Weitere Informationen zum Programm finden Sie auch unter https://www.bundestag.de/ips_afrikanisch.

Im Rahmen des Internationalen Parlaments-Stipendiums (IPS) ermöglicht der Deutsche Bundestag jährlich bis zu 120 politisch und gesellschaftlich engagierten jungen Hochschulabsolventinnen und Hochschulabsolventen aus bis zu 50 Nationen weltweit einen vertieften Einblick in das parlamentarische System Deutschlands.

Schirmfrau des Internationalen Parlaments-Stipendiums ist die Präsidentin des Deutschen Bundestages, Frau Julia Klöckner, MdB. Das Programm wird in Zusammenarbeit mit der Freien Universität Berlin, der Humboldt-Universität zu Berlin sowie der Technischen Universität Berlin durchgeführt und erstreckt sich über einen Zeitraum von fünf Monaten.

Die Idee und IPS-Teilnehmerländer

Der Deutsche Bundestag führt seit 1986 das Internationale Parlaments-Stipendium durch. Was anfänglich aus der deutsch-amerikanischen Parlamentsfreundschaft entstanden ist, hat sich mittlerweile zu einem einzigartigen Stipendienprogramm für junge, talentierte, weltoffene und politisch interessierte junge Menschen weltweit entwickelt, die eine aktive und verantwortungsvolle Rolle bei der Gestaltung der demokratischen Zukunft ihrer Länder übernehmen wollen. Das IPS leistet damit auch einen wichtigen Beitrag zur Förderung des interkulturellen Austauschs und der internationalen Verständigung.

Zu den am IPS beteiligten Ländern zählen derzeit: Ägypten, Albanien, Algerien, Argentinien, Armenien, Aserbaidschan, Bosnien und Herzegowina, Bulgarien, Chile, Estland, Frankreich* (siehe unten), Georgien, Griechenland, Indonesien, Irak, Israel, Jordanien, Kanada, Kasachstan, Kolumbien, Kosovo, Kroatien, Lettland, Libanon, Litauen, Libyen, Malaysia, Marokko, Moldau, Mongolei, Montenegro, Namibia, Neuseeland, Nordmazedonien, Palästinensische Gebiete, Polen, Rumänien, Serbien, Slowakei, Slowenien, Südafrika, Syrien, Tschechien, Türkei, Tunesien, Ukraine, Ungarn, USA, Usbekistan und Zypern.

Wichtige Information: Namibische Interessenten können sich auch auf das 4-wöchige Stipendium IPS Afrika des Bundestags bewerben: https://www.bundestag.de/europa_internationales/ips/afrika. Der Bewerbungszeitraum ist für beide Stipendien identisch und Sie können sich gleichzeitig für beide Programme bewerben. In diesem Fall wenden Sie sich bitte wie beschrieben an die Botschaft.

Das Programm

Das IPS global findet von Anfang März bis Ende Juli statt.

Im Rahmen des fünfmonatigen Programms haben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Möglichkeit, die Arbeitsweise des Deutschen Bundestages intensiv kennen zu lernen. Zu Beginn des Stipendiums werden im Rahmen einer Einführungsphase die Themen „Parlamentarische Demokratie in Deutschland“, „Plurale Gesellschaft, Minderheitenschutz“, „Medienlandschaft in Deutschland“ und „Erinnerungskultur“ als politischer Auftrag vermittelt. Das Modell einer aktiven Zivilgesellschaft wird durch Veranstaltungen der politischen Stiftungen vertieft und durch Workshops ergänzt.

Kernstück des Stipendiums ist das dreimonatige Praktikum in einem Abgeordnetenbüro. Im Rahmen einer ganztägigen Beschäftigung werden die Stipendiatinnen und Stipendiaten mit den verschiedenen Aufgaben eines Abgeordnetenbüros vertraut gemacht. Dabei wird Wert auf eine aktive Mitarbeit gelegt: Dazu gehören das Abfassen von Reden, Artikeln und Briefen, die Vorbereitung von Sitzungen sowie Erledigungen von Sekretariatsaufgaben. Darüber hinaus begleiten die Stipendiatinnen und Stipendiaten ihre Abgeordneten zu Sitzungen der Ausschüsse, Fraktionen und anderer Gremien und gewinnen Einblicke in die Funktionsweisen, Zusammenhänge und Verfahrensabläufe des Parlaments. Ein Besuch im Wahlkreis ergänzt diese Erfahrung.

Die Stipendiatinnen und Stipendiaten sind im Sommersemester als Programmstudierende an der Humboldt-Universität zu Berlin immatrikuliert. Sie können während der Praktikumsphase bis zu zwei Lehrveranstaltungen an der Humboldt-Universität zu Berlin oder einer der anderen Berliner Hochschulen besuchen.

Das Stipendium

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhalten eine monatliche Zuwendung in Höhe von 700 Euro. Ebenso beinhaltet das Stipendium die kostenlose Unterbringung in einer Wohnanlage, die Übernahme der Kosten der An- und Abreise, sowie eine Kranken-, Unfall-, und Haftpflichtversicherung.

Die Bewerbungsvoraussetzungen

  • Staatsangehörigkeit eines teilnehmenden Landes (doppelte Staatsbürgerschaft ist möglich)
  • jünger als 30 Jahre zum Beginn des Stipendiums
  • abgeschlossenes Universitätsstudium (mindestens Bachelorstudium) in einem beliebigen Studienfach (der Nachweis des Studienabschlusses kann in begründeten Fällen bis zum 31. Dezember 2026 nachgereicht werden)
  • sehr gute deutsche Sprachkenntnisse (mindestens Stufe B2 des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens für Sprachen)
  • ausgeprägtes Interesse an politischen und gesellschaftlichen Zusammenhängen
  • gesellschaftliches und/oder politisches Engagement

Wie bewirbt man sich?

Bitte senden Sie Ihre Bewerbung als eine PDF‑Datei (mit der Bezeichnung: Nachname-Vorname) per E‑Mail an die deutsche Botschaft in Ihrem Heimatland: info@windhuk.diplo.de. Die PDF‑Datei darf eine Maximalgröße von 10 MB nicht überschreiten. Falls die PDF‑Datei die Größe von 10 MB übersteigt, teilen Sie bitte Ihre Bewerbungsunterlagen auf mehrere E-Mails auf. Bitte übersenden Sie keine ZIP‑Dateien.

Nur mit folgenden Unterlagen ist Ihre Bewerbung vollständig:

  • Bewerbungsformular (in deutscher Sprache auszufüllen);
  • Nachweis über sehr gute Deutschkenntnisse;
  • Motivationsschreiben in deutscher Sprache (max. 2 Seiten);
  • Studienabschlusszeugnis der Hochschule (im Original oder als amtlich beglaubigte Kopie in englischer oder deutscher Sprache);
  • Zwei aktuelle Empfehlungsschreiben (auf Deutsch oder Englisch), in denen die fachliche Qualifikation für das IPS‑Programm beurteilt wird (gemäß den Vorgaben zum Empfehlungsschreiben);
  • Kopie des Reisepasses oder der nationalen Identitätskarte als Nachweis der Staatsangehörigkeit eines der Teilnehmerländer;
  • ein Bewerbungsfoto als Bilddatei (JPEG oder anderes übliches Bildformat).

Als Hilfestellung steht Ihnen eine Checkliste für Ihre Bewerbung zur Verfügung.

Bewerbungsschluss für Namibia:

15. Mai 2026

Wie geht es nach der Einreichung der Bewerbung weiter?

Nachfragen bezüglich des Eingangs Ihrer Bewerbung richten Sie bitte direkt an die Deutsche Botschaft Windhuk.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden in einem zweistufigen Verfahren ausgewählt. Die Vorauswahl erfolgt durch die Deutsche Botschaft Windhuk. Die qualifiziertesten Bewerberinnen und Bewerber werden im Zeitraum von Juli bis Dezember zu einem persönlichen Auswahlgespräch an einer deutschen Auslandsvertretung der Region eingeladen. Eine Auswahlkommission des Deutschen Bundestages trifft die Endauswahl auf Grundlage der sprachlichen, fachlichen, sozialen und interkulturellen Kompetenzen der Bewerberinnen und Bewerber.

Weitere Informationen zum Programm finden Sie auch unter https://www.bundestag.de/europa_internationales/ips/programm/programm-inhalt-245066.

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